Kulturelle Einrichtung
Kloster Reifenstein

Das Kloster Reifenstein, eine ehemalige Zisterzienserabtei, liegt im Eichsfeld in Thüringen und ist heute eine kulturelle Einrichtung. Ursprünglich im 13. Jahrhundert gegründet, spiegelt sich seine Geschichte von Zerstörung und Wiederaufbau in seiner heutigen barocken Architektur wider.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters Reifenstein erfolgte durch Graf Ernst II. von Tonna-Gleichen, der es mit Mönchen aus dem Kloster Volkenroda besiedelte. Bereits 1217 sicherte Landgraf Ludwig von Thüringen dem Kloster seinen Schutz zu, und 1262 bestätigte Papst Urban IV. dessen Rechte. Durch Schenkungen und Käufe konnte das Kloster seinen Besitz in den umliegenden Dörfern erweitern. Das 14. und 15. Jahrhundert war von Plünderungen geprägt. Im Jahr 1525, während der Reformation und des Deutschen Bauernkriegs, drangen Bauern in das Kloster ein, zerstörten die Kircheneinrichtung und verwüsteten die Anlage schwer, woraufhin die Mönche flohen. Ein Wiederaufbau erfolgte erst 1585 unter Abt Philipp Busse. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Kloster erneut zerstört, der Wiederaufbau begann 1650. Unter Abt Wilhelm Streit wurde die Anlage ab 1697 im Barockstil erneuert, wobei mittelalterliche Reste des Torhauses integriert wurden.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 51.3468, 10.3635