KlosterPontigny

Kloster Pontigny

Kloster Pontigny

Die Kirche kann besichtigt werden

In der kleinen Ortschaft Pontigny im französischen Burgund befindet sich das Kloster Pontigny, ein Sakralbau. Es zählt zu den vier Primarabteien, die vom Gründungskloster Cîteaux ausgingen und ist bekannt für seine turmlose gotische Kirche, die als größte erhaltene Zisterzienserabteikirche gilt.

Geschichte+

Die Zisterzienserabtei Pontigny wurde im Jahr 1114 auf einem ehemals sumpfigen Gelände gegründet und entwickelte sich unter Abt Hugo von Macon rasch zu einem einflussreichen Mutterkloster. Insgesamt 43 Tochterabteien in ganz Europa entstanden aus dieser Gründung. Die heutige Kirche, die zwischen 1140 und 1170 erbaut wurde, zeichnet sich durch ihre schlichte, aber monumentale Architektur aus. Eine Chorerweiterung erfolgte zwischen 1185 und 1212, wobei bereits gotische Strebewerke zum Einsatz kamen. Das Kloster diente als Zufluchtsort für Persönlichkeiten wie Thomas Becket (1164–1166) und Stephen Langton (ca. 1207–1213), beides Erzbischöfe von Canterbury. Auch Edmund Rich von Abingdon fand hier 1240 Unterkunft und wurde später im Kloster beigesetzt. Während der Französischen Revolution wurde die Abtei aufgehoben und teilweise zerstört. Anfang des 20. Jahrhunderts erwarb Paul Desjardins das Anwesen und veranstaltete dort die „Dekaden von Pontigny“, intellektuelle Treffen, an denen Größen wie Thomas Mann und Antoine de Saint-Exupéry teilnahmen. Das Kloster spielte auch eine Rolle im Weinbau, indem es einen der ersten Weinberge der Region anlegte und die Chardonnay-Rebe in Chablis einführte.

Lage+

Das Kloster Pontigny liegt auf etwa 116 m über Normalnull in der Gemeinde Pontigny im Département Yonne, in der Region Bourgogne in Frankreich.

Vor Ort+

Die Kirche des ehemaligen Klosters ist für Besucher zugänglich. Sie ist ein Anlaufpunkt auf einer der Routen des Jakobswegs.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Daniel Pelletier

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 47.9095, 3.7145