Museum
Kloster Petershausen

Im Konstanzer Stadtteil Petershausen in Baden-Württemberg liegt das Kloster Petershausen, eine ehemalige Reichsabtei des Benediktinerordens. Ursprünglich vor den Toren der Stadt an der Rheinmündung errichtet, beherbergen seine Gebäude heute unter anderem die zentrale Schausammlung des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters Petershausen erfolgte vor 983 durch Gebhard II., den Bischof von Konstanz. Die ersten Klosterbauten und eine Kirche, die dem Petersdom in Rom nachempfunden war, entstanden im Jahr 983. Der lateinische Name Petri domus, der später zu Petershausen wurde, leitet sich von dieser Anlehnung ab. Die Weihe der Kirche zu Ehren Papst Gregors des Großen fand 992 statt. Im 11. Jahrhundert erlebte das Kloster einen Verfall des Ordensgeistes, woraufhin Bischof Gebhard III. Mönche aus dem Reformkloster Hirsau holte. Abt Theoderich reformierte das Kloster. Nach einem Brand im Jahr 1159 wurde die Abtei zwischen 1162 und 1180 neu errichtet und später mehrfach erweitert. Unter Friedrich II. erlangte Petershausen die Reichsfreiheit und löste sich vom Bistum. Während des Konstanzer Konzils (1414–1418) war König Sigismund im Kloster zu Gast. Im 15. und 16. Jahrhundert versuchte die Stadt Konstanz, die Herrschaft über das Kloster zu erlangen, was jedoch scheiterte.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://schloesserrundschau.de/bawue/schloesser/konstanz04.html
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 47.6680, 9.1785