Klosterbetrieb
Kloster Ottobeuren

Eine Benediktinerabtei im bayerischen Oberschwaben, das Kloster Ottobeuren, ist ein Beispiel barocker Klosterarchitektur. Oft als „Schwäbischer Escorial“ bezeichnet, die Anlage mit ihrer Erscheinung und der Ausstattung.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters Ottobeuren erfolgte im Jahr 764 durch den alemannischen Adligen Silach. Bereits 972 wurde es unter Kaiser Otto I. zur Reichsabtei erhoben. Nach einer Phase der Unterstellung unter den Bischof von Augsburg erlebte das Kloster im Zeitalter der Kirchenreform eine Blütezeit. Die Hirsau-Georgener-Reform, die durch Abt Rupert I. Einzug hielt, prägte das monastische Leben nachhaltig und strahlte auf andere Klöster wie Ellwangen und Marienberg aus. Im 13. Jahrhundert festigte Ottobeuren seinen Status als Reichsabtei, was 1624 durch das Reichskammergericht bestätigt wurde. Das Kloster besaß ein Herrschaftsgebiet mit 27 umliegenden Dörfern. Trotz innerer Schwierigkeiten im Spätmittelalter und der Unterstellung unter Augsburg überstand es die Reformation. Die heutige barocke Anlage, erbaut zwischen 1737 und 1766, von der wirtschaftlichen Kraft der Abtei. Im Jahr 1802 wurde das Kloster im Zuge der Säkularisation aufgelöst, jedoch 1835 als Priorat wiedererrichtet und 1918 erneut zur eigenständigen Abtei erhoben.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 47.9414, 10.2981