Klosterbetrieb
Museum
Kloster Oberschönenfeld

Eine Zisterzienserinnenabtei in Bayern, das Kloster Oberschönenfeld, prägt seit Jahrhunderten das religiöse und kulturelle Leben der Region. Es beherbergt heute neben dem aktiven Klosterbetrieb auch ein Museum, das Einblicke in die schwäbische Volkskunde gewährt.
Geschichte+
Die Ursprünge des Klosters reichen bis ins späte 12. Jahrhundert zurück, als sich um 1186 Beginen in der Nähe von Oberschönenfeld ansiedelten. Diese Frauengemeinschaft wurde zunächst von Meisterinnen geleitet, darunter Gräfin Würga und Hildegunde von Brennberg. Letztere wurde 1211 zur ersten Äbtissin der neu gegründeten Abtei gewählt, die mit Unterstützung des Klosters Kaisheim entstand. Eine päpstliche Bestätigung der Ordensprivilegien erfolgte 1248, und die erste Kirche wurde 1262 geweiht. Im Dreißigjährigen Krieg erlitt das Kloster zwischen 1632 und 1648 Plünderungen und Zerstörungen, was den Konvent zur Flucht zwang. Zwischen 1718 und 1721 wurde die Anlage unter Baumeister Franz Beer im barocken Stil neu errichtet, einschließlich der Abteikirche Mariae Himmelfahrt. Trotz einer inneren Konsolidierung und der Einführung einer Policey-Ordnung im Jahr 1667 blieb dem Kloster bis 1803 die Reichsstandschaft verwehrt, und es unterstand der Landeshoheit der Augsburger Bischöfe.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 48.3119, 10.7264