Klosterbetrieb
Kloster Niederaltaich

Das Benediktinerkloster Niederaltaich befindet sich in der Gemeinde Niederalteich an der Donau. Es ist dem Heiligen Mauritius geweiht und hat eine ökumenische Ausrichtung, bei der ein Teil der Mönche nach dem römischen und ein anderer Teil nach dem byzantinischen Ritus lebt.
Geschichte+
Herzog Odilo von Bayern gründete das Kloster Niederaltaich der Überlieferung nach im Jahr 741. Mönche aus der Abtei Reichenau besiedelten es unter der Leitung des Heiligen Pirmin. Der erste Abt, Eberswind, gilt als Verfasser der Lex Baiuvariorum. Unter Karl dem Großen und Ludwig dem Deutschen erweiterte sich der Klosterbesitz. Im Jahr 848 erhielt das Kloster das Recht der freien Abtswahl und 857 die Reichsunmittelbarkeit, die es 1152 an das Bistum Bamberg verlor. Nach einer Phase als Chorherrenstift erlebte das Kloster unter Abt Gotthard (996–1022) eine Blütezeit. Im Dreißigjährigen Krieg erlitt es Schäden, und 1671 brannte es fast vollständig nieder. Der Wiederaufbau erfolgte langsam, wobei Carlo Antonio Carlone 1698 den Turm errichtete.
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Lage: 48.7660, 13.0277