Privatbesitz
Kloster Marienthal
Das Kloster Marienthal, ein Zisterzienserinnenkloster, befindet sich im Ortsteil Sornzig der Stadt Mügeln im Landkreis Nordsachsen, Sachsen. Es liegt am Hasenbach, einem Zufluss der Döllnitz.
Geschichte+
Die Ursprünge des Anwesens reichen bis etwa 1150 zurück, als Sifridus de Mogelin in Sornzig einen Edelhof gründete. Das Zisterzienserinnenkloster Marienthal wurde 1241 von Siegfried III. von Mügeln gestiftet. Bereits 1218 existierte eine Burgwartskapelle auf dem Festenberg, die dem Kloster gehörte. Im Jahr 1243 bestätigte Bischof Konrad von Meißen die Unterstellung der Pfarrkirche von Sornzig und der Burgkapelle zu Mügeln unter das Kloster. Durch Schenkungen erweiterte das Kloster seinen Besitz und verwaltete die umliegenden Ortschaften über das Kloster-Amt Sornzig. Die Zisterzienserinnen führten hier den Obstbau ein. Markgraf Heinrich der Erlauchte stellte das Kloster 1252 unter seinen Schutz. Ein Brand zerstörte das Kloster 1278 weitgehend, doch der Wiederaufbau wurde durch Ablässe finanziert. Mit der Reformation um 1539/1540 wurde das Kloster säkularisiert und sein Vermögen der Fürstenschule St. Afra in Meißen zugesprochen. Nach einer Phase der Verwaltung durch das kurfürstliche Schulamt Meißen kam es 1570 im Tausch an den Meißner Bischof Johann IX. von Haugwitz. Dieser trat 1581 zum Protestantismus über und erhielt das ehemalige Kloster Marienthal als Leibrente.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Thomas Eichler
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Lage: 51.2128, 13.0166