Klosterbetrieb
Kloster Maria Frieden (Dahlem)

Das Kloster Maria Frieden in Dahlem, Nordrhein-Westfalen, ist ein bedeutendes Trappistinnenkloster, das sich durch seine Gründung in der Nachkriegszeit und sein kontinuierliches Engagement für ein kontemplatives Leben auszeichnet. Es ist ein Ort der Stille und des Gebets, eingebettet in die Eifellandschaft.
Geschichte+
Die Ursprünge des Klosters reichen ins Jahr 1952 zurück, als die Abtei Mariawald die ehemalige Schäferei Dahlemer Binz von der britischen Besatzungsmacht erwarb. Diese Schäferei war 1935 von der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt errichtet worden. Mit dem erworbenen Land wurde der Grundstein für das damals einzige Frauenkloster dieser Art in Deutschland gelegt. Der Name „Maria Frieden“ wurde in Anbetracht der Erfahrungen zweier Weltkriege gewählt, um das Gebet für den Frieden zu betonen. Zunächst besiedelten Mönche von Mariawald das Gelände, bauten die Landwirtschaft auf und bereiteten die Räumlichkeiten vor. Am 8. Dezember 1952 zogen die ersten vier Nonnen aus der niederländischen Abtei Koningsoord ein. Ein Jahr später, am 8. Dezember 1953, fand der offizielle Gründungsakt statt, bei dem 16 Gründungsschwestern in einer Prozession zum Kloster geführt wurden und das reguläre Trappistenleben begann. Die Nonnen bestritten ihren Lebensunterhalt anfänglich durch Landwirtschaft und die Herstellung eines Kräuterlikörs. Pläne für einen nahegelegenen Militärflugplatz bedrohten das Klosterleben, konnten aber durch eine Bittschrift an Bundeskanzler Konrad Adenauer abgewendet werden. Im Jahr 1955 wurde Maria Frieden zur Abtei erhoben, und Sr. Pauline de Reuver wurde zur ersten Äbtissin gewählt.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 50.3974, 6.5204