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Kloster Kastl

In Kastl, einem Markt im oberpfälzischen Landkreis Amberg-Sulzbach in Bayern, befindet sich das Kloster Kastl, eine ehemalige Benediktinerabtei.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters St. Petrus in Kastl erfolgte mutmaßlich im Jahr 1103, wobei die Klostertradition das Jahr 1098 nennt. Zu den Gründern zählten Markgräfin Luitgard von Zähringen, Graf Berengar I. von Sulzbach sowie Friedrich von Kastl und sein Sohn Otto. Auch Bischof Gebhard III. von Konstanz, Luitgards Bruder, war beteiligt und entsandte Mönche aus dem Reformkloster Petershausen. Die Abtei blühte schnell auf und entsandte bereits 1118 Mönche zur Besiedlung des Klosters Reichenbach am Regen. Auch die Klöster Plankstetten und Auhausen wurden wahrscheinlich von Kastler Mönchen besiedelt. Das Kloster erlangte großen Reichtum und Einfluss und wurde Ende des 14. und Anfang des 15. Jahrhunderts zum Zentrum der Kastler Reform, die zahlreiche bayerische Klöster prägte. 1413 wurde es von Kaiser Sigismund in den Reichsstand erhoben. Im 16. Jahrhundert verfiel das Kloster zusehends und wurde 1556 nach der Einführung der Reformation in der Oberpfalz aufgelöst. Im Zuge der Rekatholisierung ging das Kloster 1636 an die Jesuiten in Amberg über, die die Klosterkirche barock umgestalteten. Nach der Auflösung des Jesuitenordens im Jahr 1773 übernahm 1782 der Malteserorden das Kloster, der den heutigen frühklassizistischen Hochaltar errichtete. Nach der Säkularisation wurde die Klosterkirche 1808 zur Pfarrkirche und die Klostergebäude dienten ab 1825 als Landgericht. Von 1958 bis 2006 beherbergten die Gebäude ein Ungarisches Gymnasium.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Kastl.jpg
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Lage: 49.3693, 11.6839