KlosterIndersdorf

Kloster Indersdorf

Kloster Indersdorf

Schule

Das Kloster Indersdorf, ein ehemaliges Augustiner-Chorherrenstift, befindet sich in der bayerischen Gemeinde Dachau. Die Anlage ist bekannt für ihre lange Geschichte und die wechselnden Nutzungen.

Geschichte+

Die Gründung des Klosters Indersdorf erfolgte im Jahr 1120 durch Pfalzgraf Otto V. von Wittelsbach. Es diente als Sühnekloster, nachdem Otto V. an der Gefangennahme von Papst Paschalis II. beteiligt war und daraufhin vom Kirchenbann belegt wurde. Papst Calixtus II. bot Otto V. die Lösung vom Bann an, wenn dieser ein Kloster errichten würde. Die ursprüngliche Nikolauskapelle aus dem Jahr 1096 bildete die Keimzelle der Klosteranlage. Im Jahr 1126 zogen Augustiner-Chorherren aus dem elsässischen Stift Marbach in Indersdorf ein. Die Klosterkirche, die den Heiligen Maria Himmelfahrt, Peter und Paul geweiht ist, wurde nach einem Brand im Jahr 1247 als dreischiffige Pfeilerbasilika neu errichtet. Unter Propst Konrad II. im 14. Jahrhundert erfuhr das Kloster Förderung durch Kaiser Ludwig IV. und erlangte die Niedere Gerichtsbarkeit. Die Raudnitzer Klosterreform, die im 15. Jahrhundert unter Propst Erhard Brunner und Johannes von Indersdorf durchgeführt wurde, führte zu einer strengeren Beachtung der Ordensregeln und machte Indersdorf zu einem Musterkloster. Neben einer Schule für den Ordensnachwuchs gab es auch eine Schule für Pfarrkinder und eine Bibliothek.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 48.3571, 11.3835