Klosterbetrieb
Kloster Ilbenstadt

In Niddatal-Ilbenstadt, Hessen, liegt das Kloster Ilbenstadt, ein ehemaliges Prämonstratenserkloster, das heute noch als Klosterbetrieb fortgeführt wird. Die Anlage, auch bekannt als „Wetterauer Dom“, umfasst eine romanische Basilika und barocke Konventsgebäude.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters Ilbenstadt geht auf das Jahr 1122 zurück. Gottfried und Otto von Cappenberg schenkten ihre Besitztümer, darunter Ilbenstadt, dem Prämonstratenser-Orden, nachdem sie dem heiligen Norbert von Xanten begegnet waren. Noch im selben Jahr begannen die Bauarbeiten für die Basilika und das Kloster. Gottfried von Cappenberg verstarb 1127 in Ilbenstadt und wurde zunächst in der Pfarrkirche beigesetzt, bevor seine Gebeine 1149 in die Basilika überführt wurden. Trotz der Reformation und des Dreißigjährigen Krieges, in dem Kloster und Kirche von verschiedenen Truppen geplündert und besetzt wurden, konnte Ilbenstadt seine katholische Identität bewahren. Im Jahr 1657 wurde die Propstei zur Abtei erhoben, und in den folgenden Jahrzehnten entstand eine barocke Klosteranlage. Die Säkularisation führte 1803 zur Auflösung der Abtei, und die Grafen von Altleiningen-Westerburg erhielten die Besitzungen. Ein Teil der Anlage wurde 1819 abgerissen, und die Prälatur diente fortan als Schloss. 1921 verkauften die Grafen den Besitz an den hessischen Staat.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 50.2803, 8.8021