Das Kloster kann besichtigt werden
Kloster Hirsau

Das Kloster Hirsau, eine ehemalige Benediktinerabtei, liegt in Calw im Nordschwarzwald. Die Anlage war ein früher Stützpunkt der cluniazensischen Reformbewegung und Ausgangspunkt zahlreicher Klostergründungen sowie der Erneuerung bestehender Gemeinschaften durch die Hirsauer Reform.
Geschichte+
Die Ursprünge des Klosters Hirsau reichen bis ins 8. Jahrhundert zurück, als um 765 eine Nazariuskapelle errichtet wurde. Um 830 wurden die Gebeine des heiligen Aurelius nach Hirsau überführt, was zur Gründung eines ersten Aureliusklosters führte, das bis etwa 1000 bestand. Im Jahr 1049 ordnete Papst Leo IX. den Wiederaufbau des Klosters St. Aurelius an, der 1059 begann. Es entstand eine dreischiffige romanische Säulenbasilika. Aufgrund des großen Zulaufs und der Reformen unter Abt Wilhelm (ab 1069) wurde der Bau der größeren Anlage St. Peter und Paul notwendig, die im späten 11. Jahrhundert entstand und zum Zeitpunkt ihrer Errichtung das größte Kloster im deutschsprachigen Raum war. Nach dem Umzug der Mönche nach St. Peter und Paul im Jahr 1092 wurde St. Aurelius zu einem Priorat. Die Auflösung des Klosters erfolgte im Zuge der Reformation in den Jahren 1534/35. Während des Pfälzischen Erbfolgekriegs wurde die Anlage 1692 von französischen Truppen niedergebrannt und verfiel.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Kloster_Hirsau_2010.jpg
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Lage: 48.7378, 8.7321