Bildungs- und Exerzitienhaus der Diözese Würzburg
Kloster Himmelspforten

Das Kloster Himmelspforten ist ein Konvent der Unbeschuhten Karmelitinnen im Würzburger Stadtteil Zellerau in der Diözese Würzburg.
Das den hll. Maria und Johannes Evangelist, seit einiger Zeit auch Nikolaus geweihte Kloster wurde als Kloster der Zisterzienserinnen 1231 durch den Bischof von Würzburg, Hermann I. von Lobdeburg, gegründet. Das ursprüngliche Kloster befand sich in Himmelstadt an der Grenze zur Nachbargemeinde Zellingen. Ihm gehörten ausgedehnte Ländereien sowie Weinberge in und um Himmelstadt und Gutsgebäude im Ortskern, die teilweise noch erhalten sind. Sie wurden immer wieder überfallen und ausgeplündert. So eignete sich beispielsweise Ritter Herold von Zellingen widerrechtlich Klosterbesitz an. Schließlich befahl Bischof Herman von Lobdeburg 1253 die Verlegung des Konvents von Himmelstadt nach Himmelpforten bei Würzburg, der Papst Innozenz IV. 1251 zustimmte. Bis zur Fertigstellung des neuen Klostergebäudes waren die Nonnen gegen 1248 im Kloster Schönau untergekommen. Die Klosterkirche mit dem Patrozinium Mariä Aufnahme in den Himmel ist eine der ältesten Zisterzienserkirchen auf deutschem Boden. Unter Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn hatte das Kloster eine neue Blüte und wurde mehrmals umgebaut. Das Kloster wurde 1804 im Zuge der Säkularisation aufgelöst. In den Gebäuden wurde ein Militärlazarett und später eine Tabakfabrik eingerichtet. 1844 zogen Unbeschuhte Karmelitinnen in das Kloster ein; sie leben seit 1925 in einem seitlichen Anbau. Die Schwestern stellen Kerzen, Ikonen und Paramente her.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Himmelspforten
Diese Beschreibung ist ein Auszug aus dem verlinkten Wikipedia-Artikel und stammt von dessen Autorinnen und Autoren. Sie steht wie das Original unter CC BY-SA 4.0 und darf unter denselben Bedingungen weiterverwendet werden.
Lage: 49.8004, 9.9048