Klosterbetrieb
Kloster Heilig Schutzengel

In der oberbayerischen Stadt Altötting befindet sich das Kloster Heilig Schutzengel, einst eine Einrichtung der Englischen Fräulein. Seine Geschichte ist eng mit der Bildung von Mädchen verbunden.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters Heilig Schutzengel erfolgte 1683 durch die Münchner Niederlassung der Englischen Fräulein. Philippine Baumfelder aus Burghausen und fünf Mitschwestern erhielten die Genehmigung des Erzbischofs von Salzburg, um diese Gemeinschaft zu etablieren. Zunächst wurde ein Haus erworben, das zuvor einem Hof- und Gerichtsadvokaten gehörte. Das Kloster, das dem Heiligen Schutzengel geweiht ist, entwickelte sich rasch zu einem Zentrum für Bildung, indem es eine Klosterschule und später ein Mädcheninternat einrichtete. 1731 wurde das ursprüngliche Gebäude abgerissen und durch einen Neubau ersetzt, dessen Weihe 1746 stattfand. Ab 1803 stieg das Kloster zum Zentralkloster für alle bayerischen Häuser des Ordens auf. Die Aufhebung im Zuge der Säkularisation erfolgte 1816, woraufhin die Schwestern nach Altötting umsiedelten. Zehn Jahre später, 1826, wurde der Schulbetrieb mit königlicher Genehmigung wieder aufgenommen und 1852 eine Kinderbewahranstalt ergänzt. Die Englischen Fräulein waren bis 1984 in den Volksschulen aktiv. Das Kloster selbst wurde im Mai 2018 geschlossen.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:BurghausenSchutzengelkircheChurch.jpg
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 48.1590, 12.8336