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Kloster Germerode
Im Werra-Meißner-Kreis in Nordhessen, am Fuße des Hohen Meißners, liegt das Kloster Germerode, ein ehemaliges Prämonstratenser-Chorfrauenstift. Die romanische Klosterkirche aus dem 12. Jahrhundert ist ein Beispiel spätromanischer Ordensarchitektur in der Region.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters Germerode erfolgte vor 1144/1145 als Hauskloster der Grafen von Bilstein. Graf Rugger II. von Bilstein richtete es als reguliertes Doppelstift für Chorherren und Chorfrauen des Prämonstratenserordens ein. Die dem Patrozinium Marias und der Walburgis unterstellte Kirche entstand zwischen 1150 und 1170. Nach etwa hundert Jahren wurde Germerode als reines Nonnenkloster weitergeführt. Um 1220 wurde das Refektorium fertiggestellt, das im Erdgeschoss Verwaltungs- und Speiseräume und im Obergeschoss das Dormitorium der Nonnen beherbergte. Die Blütezeit des Klosters erreichte ihren Höhepunkt um 1350, worauf ein allmählicher Niedergang folgte. Mit der Einführung der Reformation in Hessen wurde das Kloster 1527 aufgelöst und in eine landgräfliche Vogtei umgewandelt. Außer der Kirche wurden alle Klostergebäude fortan landwirtschaftlich genutzt.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 51.1936, 9.9027