Klosterbetrieb
Schule
Kloster Frauenchiemsee

Auf der Fraueninsel im Chiemsee in Bayern liegt die Benediktinerinnenabtei Kloster Frauenchiemsee, auch bekannt als Frauenwörth. Es ist ein historisches und kulturelles Zentrum der Region, das eine lange Geschichte der Bildung und des klösterlichen Lebens bewahrt.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters Frauenchiemsee wird auf das Jahr 782 datiert, als es der Überlieferung nach von Herzog Tassilo III. und Liutberga von Bayern eingeweiht wurde. Nach der Absetzung Tassilos im Jahr 788 wurde es zu einem karolingischen Reichskloster. Im 9. Jahrhundert setzte König Ludwig der Deutsche seine Tochter Irmingard als Äbtissin ein. Ein Brand im frühen 10. Jahrhundert, vermutlich durch Ungarneinfälle, zerstörte die ursprünglichen Gebäude. Im 11. Jahrhundert erfolgte ein Wiederaufbau der dreischiffigen Klosterkirche, die bis heute weitgehend erhalten ist. Die Wallfahrt zum Grab der seligen Äbtissin Irmingard trug zur Finanzierung bei. Das Kloster wechselte mehrfach zwischen dem Status eines Reichsklosters und der Zugehörigkeit zum Erzbistum Salzburg. Trotz weiterer Brände im 14., 15. und 16. Jahrhundert sowie den Wirren der Reformation und des Dreißigjährigen Krieges, in dem es als Zufluchtsort diente, konnte sich das Kloster behaupten. Zwischen 1721 und 1730 erfolgte ein umfassender Neubau der Klostergebäude, wobei lediglich die Kirche und die karolingische Torhalle erhalten blieben.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 47.8717, 12.4250