Kirche
Kloster Escherde

Das Kloster Escherde, ein ehemaliges Benediktinerinnenkloster, befindet sich in der Nähe von Hildesheim in Niedersachsen.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters Escherde erfolgte um das Jahr 1200. Lippold von Escherde stiftete im Jahr 1203 die Kirche sowie vier Hofstellen, um die Einrichtung eines Benediktinerinnenklosters zu ermöglichen. Ursprünglich in Groß Escherde angesiedelt, wurde der Konvent im Jahr 1236 an seinen heutigen Standort am Hildesheimer Wald verlegt. Im Jahr 1296 erfolgte die Ausgliederung des Klosters aus dem Pfarrverband Betheln. Eine Reform des Klosters wurde 1441 durch Johannes Busch durchgeführt. Nach dem Quedlinburger Rezess von 1523 fiel das Kloster an das Fürstentum Calenberg und wurde in ein evangelisches Damenstift umgewandelt. Während des Dreißigjährigen Krieges verließen die Stiftsdamen die Anlage, deren Gebäude 1641 einem Brand zum Opfer fielen. Mit der Wiederherstellung des Großen Stifts Hildesheim im Jahr 1643 kam Escherde erneut unter fürstbischöfliche Verwaltung. Unter Weihbischof Adam Adami erfolgte der Wiederaufbau der Wirtschafts- und Konventsgebäude. Die barocke Klosterkirche St. Marien, geweiht den Patrozinien Maria, Johannes Baptista und Johannes Evangelista, wurde 1685 fertiggestellt. Ab 1709 wurde die Anlage mit einer Steinmauer und einem Torhaus versehen. Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster 1810 aufgelöst und der Besitz veräußert. Die Kirche wurde profaniert und diente fortan als landwirtschaftlicher Speicher.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Kloster_Escherde_Mauer.jpg
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Lage: 52.1160, 9.8201