Museum
Kloster Dalheim (Lichtenau)

Das Kloster Dalheim in Paderborn, Nordrhein-Westfalen, ist ein ehemaliges Augustiner-Chorherrenstift. Die fast vollständig erhaltene Anlage beherbergt heute ein Landesmuseum für Klosterkultur.
Geschichte+
Archäologische Spuren einer Besiedlung Dalheims reichen seit dem 1. Jahrhundert v. Chr. zurück. Um 800 existierte bereits eine Pfarrkirche, die später einer Frauengemeinschaft als Klosterkirche diente. Dieses Frauenkloster, das im 12. Jahrhundert gegründet wurde, hatte jedoch mit finanziellen Schwierigkeiten, Zerstörungen und der Pest zu kämpfen und wurde Ende des 14. Jahrhunderts aufgegeben. Im Jahr 1429 erfolgte eine Neugründung durch Augustiner-Chorherren aus dem Kloster Böddeken. Dalheim erlangte 1452 wieder den Status eines eigenständigen Klosters und wurde in den folgenden Jahren mit einer neuen Kirche und umfangreichen Konventgebäuden westlich der alten Anlage neu errichtet. Um 1500 lebten hier 24 Chorherren und 100 Laienbrüder. Trotz der Reformation, die das katholisch geprägte Kloster unberührt ließ, litt es unter den wirtschaftlichen Folgen des Dreißigjährigen Krieges. Eine Episode waren die Hexenprozesse um 1600/01, bei denen der Prior und weitere Chorherren angeklagt, aber letztlich freigesprochen wurden. Seine größte Blütezeit erlebte das Kloster im Barock, insbesondere unter Prior Bartholdus Schonlau ab 1708, der den Ausbau der Anlage vorantrieb. Die Aufhebung und Säkularisation des Klosters erfolgte im Jahr 1809.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 51.5653, 8.8414