Museum
Kulturzentrum
Kloster Cismar

Das ehemalige Benediktinerkloster Cismar in Grömitz, Schleswig-Holstein, ist ein Beispiel norddeutscher Backsteingotik. Heute dient es als Kulturzentrum und Museum und beherbergt Kunstausstellungen.
Geschichte+
Die Ursprünge des Klosters Cismar reichen bis ins Jahr 1177 zurück, als Bischof Heinrich I. von Brüssel Benediktinermönche aus Braunschweig nach Lübeck berief und dort das Johanniskloster weihte. Aufgrund von Klagen über Missstände in diesem Doppelkloster, in dem Mönche und Nonnen zusammenlebten, wurde die Verlegung des Konvents beschlossen. Graf Adolf IV. von Holstein veranlasste 1231 die Umsiedlung nach Cicimeresthorp, dem heutigen Cismar. Trotz anfänglicher Rechtsstreitigkeiten zogen Abt Johann I. und ein Teil des Konvents 1245 nach Cismar und begannen mit dem Neubau. Das Kloster, das nie eine große Mönchsgemeinschaft beherbergte, erweiterte seinen Besitz kontinuierlich und wurde zu einem Wallfahrtsort, nicht zuletzt durch einen umfangreichen Reliquienschatz. Im 15. Jahrhundert kam es zu Auseinandersetzungen mit dem Lübecker Bischof. Die Reformation führte 1542 zur Annahme der protestantischen Kirchenordnung und 1561 zur endgültigen Aufhebung des Klosters, das danach in ein landesherrliches Schloss umgewandelt wurde.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Norbert Kaiser
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Lage: 54.1900, 10.9858