Die Kirchenburg kann besichtigt werden
Kirchenburg Tiefenstockheim

Die Kirchenburg Tiefenstockheim ist eine befestigte Kirchenanlage im Ortsteil Tiefenstockheim des Marktes Seinsheim im unterfränkischen Landkreis Kitzingen in Bayern. Sie liegt im südlichen Steigerwald-Vorland im landschaftlich reizvollen Breitbachgrund.
Die erste urkundliche Erwähnung findet sich 1330 im Lehenbuch des Hochstifts Würzburg, als Friedrich Hornung Fläche im Kirchhof von Tiefenstockheim erhielt. 1475 bekam der Dompropst das Öffnungsrecht und durfte bei Gefahr in der Kirchenburg Zuflucht suchen. Unterlagen aus dem 16. Jahrhundert berichten von 13 Gaden und Kirchhäusern sowie sechs Kellern. Der Kern der Befestigung stammt aus dem 15. und 16. Jahrhundert; einige Kellertorbögen tragen Daten von 1540 und den 1580er Jahren.
Die Anlage bestand ursprünglich aus einer starken Ringmauer um den Kirchhof mit Gaden und Kellern, die der Lagerung und dem Schutz dienten. Beim Kirchenneubau 1898 gingen zwei Gaden und ein Teil der Befestigungsmauer verloren. Die heutige Pfarrkirche St. Peter und Paul, eine Saalkirche, wurde 1631–1637 errichtet. Sie besitzt ein im 19.
Bild: Mobile Geschichte
Lage: 49.6635, 10.2079