KircheMarktsteft

Kirchenburg Marktsteft

Kirchenburg Marktsteft

Die Kirchenburg kann besichtigt werden

Die Kirchenburg Marktsteft umfasst die befestigten Bereiche des Kirchhofs um die evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Stephan im unterfränkischen Ort Marktsteft im Landkreis Kitzingen. Die Kirchenburg befindet sich inmitten des Ortes zwischen der Herrnstraße und der Hauptstraße.

Die Kirchenburg befindet sich inmitten des Marktstefter Ortskerns. Im Norden der Anlage führt die Herrnstraße vorbei, im Osten schließt sich geschlossene Bebauung an. Die Südseite der Kirchenburg ist ebenfalls bebaut, weiter südlich verläuft die Keerlstraße. Die Hauptstraße befindet sich im Westen, weiter westlich fließt der Main am Dorf und der Kirchenburg vorbei.

Geschichte+

Die Kirchenburg wurde wahrscheinlich bereits im 12. Jahrhundert errichtet. Die Fundamente des Stadtmusikantenturms reichen bis in diese Zeit zurück. Um das Jahr 1337 wurde die Stephanskirche inmitten der Kirchenburg zur Pfarrkirche erhoben. Zu diesem Zeitpunkt lag der Friedhof des Ortes in der Kirchenburg. Erst im 16. Jahrhundert wurde er aufgelöst und an den Ortsrand verlegt. Zur gleichen Zeit waren das Rathaus, das Pfarrhaus und die Dorfschule um die Kirchenburg angeordnet. Die Kirchhäuser im Inneren waren Lagerräume im Besitz der Dorfbewohner. Kam es zum Kriegsfall, zog sich die Bevölkerung in die Kirchenburg zurück. Im 19. Jahrhundert verlor die Kirchenburg die Schutzfunktion. Nach einem Brand im Jahr 1873 schufen die Bewohner einen zweiten Zugang zu der Anlage. 1933 nahm man eine erste Renovierung vor. Die Kirchenburg ist als Baudenkmal eingeordnet.

Beschreibung+

Die Kirchenburg umgibt die Kirche auf drei Seiten. Im Osten haben sich Mauerreste erhalten, im Süden verläuft die Ummauerung weiter. Im Westen befinden sich an der Innenmauer die ehemalige Lehrerwohnung und das alte Rathaus. Westlich erhebt sich der Stadtmusikantenturm, der heute den repräsentativsten Teil der Burg darstellt.

Stephanskirche+

Den Mittelpunkt der Kirchenburg bildet die Stephanskirche. Sie ist seit dem 14. Jahrhundert Pfarrkirche der Gemeinde Marktsteft. Im 16. Jahrhundert, nach 1527, führten die Markgrafen von Ansbach als Dorfherren die Reformation ein. Im Jahr 1608 errichtete man den noch vorhandenen Glockenturm. Langhaus und Chor entstanden 1623 bis 1625 während des Dreißigjährigen Krieges. Die Kirche wurde als Saalbau errichtet und schließt im Osten mit einem polygonalen Chor ab. Der Turm besitzt einen Spitzhelm und überragt die Kirchenburg. Er wurde früher auch als Aussichtsturm verwendet. Innen wurde die Kirche im 18. Jahrhundert im sogenannten Markgrafenstil gestaltet. Oberhalb des mächtigen Altars befindet sich die Orgel, ursprünglich stand davor der Taufstein aus dem 17. Jahrhundert.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Irmgard (Sucomo) · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

Diese Beschreibung ist ein Auszug aus dem verlinkten Wikipedia-Artikel und stammt von dessen Autorinnen und Autoren. Sie steht wie das Original unter CC BY-SA 4.0 und darf unter denselben Bedingungen weiterverwendet werden.

Lage: 49.6966, 10.1354