Die Kirchenburg kann besichtigt werden
Kirchenburg Herrnsheim

Die Kirchenburg Markt Herrnsheim umfasst die befestigten Bereiche des Kirchhofes um die Simultankirche St. Martin des Ortes Markt Herrnsheim im unterfränkischen Landkreis Kitzingen.
Die Kirchenburg befindet sich nördlich der Staatsstraße 2419, die als Ortsdurchfahrt dient. Anders als in vielen anderen Orten der Umgebung bildet die Kirchenburg den Dorfabschluss und ist nicht auf allen Seiten von Häusern umgeben. Dies hat auch damit zu tun, dass Herrnsheim ein Straßendorf ist. Die Befestigung ist annähernd rechteckig und wird von der Martinskirche im Mittelpunkt beherrscht.
Geschichte+
Allgemein gehen die Kirchenburgen auf die Bedrohungen im Mittelalter zurück. Während sich Städte und reichere Dörfer mit einer Ringmauer umgaben, befestigten ärmere Gemeinden lediglich den Kirchhof, der früher zugleich als Friedhof diente. In Markt Herrnsheim entstand die Kirche wohl bereits im 12. Jahrhundert und wurde im 14. Jahrhundert Pfarrkirche. Wahrscheinlich war die Befestigung bereits vor der Pfarrkirche vorhanden, weil der Chor an einer Stelle abgerundet werden musste, um in die Lücke zu passen. Die heutigen Ausmaße erhielt die Kirchenburg wohl im 16. Jahrhundert, so datiert der Holzsturz über einer der Gadentüren auf das Jahr 1517. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts erweiterte die Gemeinde das Langhaus der Kirche. Dabei blieben die umgebenden Gaden unangetastet, sodass die Kirche heute überdimensioniert in der Ummauerung steht. So entstand auch der typische enge Platz inmitten der Burg. Die Kirchenburg in Markt Herrnsheim wird als Baudenkmal eingeordnet.
Beschreibung+
Kirche+
Den Mittelpunkt der Kirchenburg bildet die Simultankirche St. Martin.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Mobile Geschichte
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Lage: 49.6599, 10.2426