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Kemenate Orlamünde

Die Kemenate Orlamünde ist das letzte erhaltene Gebäude einer Burganlage aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Sie steht oberhalb des Saaletals in Thüringen und war der Kernbau der Befestigung. Ihre Darstellung auf der Ebstorfer Weltkarte um 1300 macht sie zur einzigen thüringischen Burg auf dieser Karte.
Geschichte+
Die Burg wurde erstmals in einer Pfarrurkunde von 1194 erwähnt, die sich auf ältere Quellen vor 1067 bezieht. Zu dieser Zeit befand sich die Anlage im Besitz von Graf Otto I. von Weimar. Die Kemenate selbst war ein Breitwohnturm, der den Bergrücken absperrte und die Hauptangriffsseite schützte. Ihre Bauweise mit schmalen Lichtschlitzen und einem hochgelegenen Einstieg in 9,5 Metern Höhe deutet auf süditalienische Einflüsse hin. Nach einem Erbstreit um die Grafschaft Weimar-Orlamünde wurde die Burg Orlamünde zum Hauptsitz der Grafen, die zeitweise zu den Herrschern Thüringens zählten.
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Lage: 50.7771, 11.5282