Stiftungsverwaltung Freiburg
Internatsschule
Kartause Freiburg
Die Kartause Freiburg, ein ehemaliges Kloster des Kartäuserordens, befindet sich im Stadtteil Waldsee von Freiburg im Breisgau. Ursprünglich als Stiftung eines Freiburger Bürgermeisters entstanden, entwickelte sie sich zu einem geistigen Zentrum mit Verbindungen zur Freiburger Universität.
Geschichte+
Die Gründung der Kartause, die den Namen „Sankt Johannis des Täufers Berg“ trug, erfolgte wahrscheinlich im Jahr 1345 durch den Freiburger Bürgermeister Johannes Snewlin, genannt der Gresser. Anfänglich umfasste die Anlage zwei Mönchszellen auf einem Grundstück am Mußbach, das die Stadt Freiburg 1346 den Mönchen übereignete. Nach dem Tod des Stifters 1347 wurde die Kartause auf fünf Zellen erweitert, später auf zwölf. Im frühen 16. Jahrhundert kamen ein Refektorium und eine Kirche hinzu. Unter Prior Gregor Reisch, einem Spätscholastiker und Universitätsprofessor, erlebte das Kloster seine Blütezeit und pflegte Beziehungen zur Freiburger Universität, was auch zum Aufbau einer Bibliothek führte. Im Dreißigjährigen Krieg erlitt die Kartause Schäden durch schwedische Heere, woraufhin die Mönche in der Schweiz Zuflucht suchten. Zwischen 1753 und 1756 wurde die Anlage um einen barocken Ehrenhof erweitert.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Jörg Heldt
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Lage: 47.9945, 7.8827