Klosterbetrieb
Kapuzinerkloster Salzburg
Auf dem Kapuzinerberg in Salzburg befindet sich das Kapuzinerkloster, eine Klosteranlage.
Geschichte+
Die Gründung des Kapuzinerklosters erfolgte 1595/1596 durch Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau, der die Kapuziner als zweiten Bettelorden nach Salzburg holte. Die einfache Lebensweise des Ordens sollte als Antwort auf die Reformation die Bevölkerung wieder stärker an die katholische Kirche binden. 1602 wurde die Klosterkirche geweiht, die dem heiligen Franziskus und dem heiligen Bonaventura gewidmet ist. An dieser Stelle stand zuvor das Trompeterschlössl. Das Kloster erfuhr Erweiterungen, darunter 1620 und 1690, als es auch zu einem Studienkloster des Ordens aufstieg und seine heutige Form mit zwei Innenhöfen erhielt. Die Kapuziner bewahrten eine Unabhängigkeit gegenüber den Landesherren. Trotz Beschlagnahmungen durch französische und bayerische Truppen 1810/11 und 1813 sowie einer Enteignung während der Zeit des Nationalsozialismus 1939, bei der das Kloster abgerissen werden sollte, kehrten die Ordensbrüder 1945 zurück. Eine Renovierung fand von 1980 bis 1983 statt. Seit 1998 dient das Kloster als Noviziat und Ausbildungsstätte für den deutschsprachigen Raum. 1988 wohnte Papst Johannes Paul II. während seines Salzburg-Besuchs im Kloster.
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Lage: 47.8019, 13.0468