Privatbesitz
Kalbsburg

In Hessen, am Nordrand der Großenengliser Platte, einer Anhöhe oberhalb der Ederebene, befindet sich die Kalbsburg. Ursprünglich als Wachturm konzipiert, entwickelte sie sich zu einem Lehnsgut und ist heute in Privatbesitz.
Geschichte+
Die erste urkundliche Erwähnung der Kalbsburg stammt aus dem Jahr 1197, als Papst Coelestin III. dem Kloster Spieskappel Einkünfte in diesem Gebiet bestätigte. Im Jahr 1320 gewährte das Stift Fritzlar dem Kloster weitere Lehnsgüter. Nach den hessischen Siegen im Mainzisch-Hessischen Krieg von 1427, insbesondere den Schlachten bei Großenenglis und Fulda, verlor das Erzbistum Mainz große Teile seines Besitzes an die Landgrafschaft Hessen. Landgraf Ludwig I. ließ daraufhin 1431 einen Wachturm an der hessischen Grenze zum mainzischen Fritzlar errichten, der zunächst nach der Siedlung Bunebach benannt war. Der Name Kalbsburg etablierte sich erst Mitte des 16. Jahrhunderts. Landgraf Ludwig II. vergab den Turm 1448 an Philipp von Borken und später an Henne von Wehren. 1497 übertrug Landgraf Wilhelm I. den Landwehrturm als Mannlehen an Philipp von Wildungen, dessen Nachfolger das Gut erweiterten.
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Lage: 51.0945, 9.2702