Die Kaiserpfalzruine kann besichtigt werden
Kaiserpfalz Kaiserswerth

Im Düsseldorfer Stadtteil Kaiserswerth liegt die Ruine der Kaiserpfalz Kaiserswerth. Ihre Lage am Rhein macht sie zu einem Zeugnis mittelalterlicher Architektur und Machtpolitik.
Geschichte+
Die Ursprünge der Kaiserpfalz reichen bis ins frühe 8. Jahrhundert zurück, als der fränkische Hausmeier Pippin der Mittlere und seine Frau Plektrudis dem Mönch Suitbert eine künstliche Rheininsel schenkten, auf der sich bereits ein befestigter Fronhof befand. Dieser entwickelte sich zu einer Zollfeste. Im Jahr 1016 wurde eine dortige Burg erstmals urkundlich erwähnt, als Kaiser Heinrich II. sie dem Pfalzgrafen Ezzo überließ. Nach Ezzos kinderlosem Tod 1047 fiel Kaiserswerth an das Reich zurück, und Heinrich III. ließ die Burg zu einer Pfalz erweitern. Diese erste salische Anlage ist heute jedoch nicht mehr erhalten. Berühmtheit erlangte Kaiserswerth durch den Königsraub von 1062, bei dem Erzbischof Anno II. den jungen Heinrich IV. entführte. Kaiser Friedrich Barbarossa verlegte 1174 den Rheinzoll nach Kaiserswerth und ließ die Pfalz zu einer Festung ausbauen, deren Fertigstellung wahrscheinlich 1193 unter Heinrich VI. erfolgte. Die heutige Ruine stammt aus dieser Zeit. Nach dem Tod Heinrichs VI.
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Lage: 51.2995, 6.7319