Die Burgruine kann besichtigt werden
Kaiserpfalz Barbarossaburg
Die Kaiserpfalz Barbarossaburg in Kaiserslautern, Rheinland-Pfalz, ist eine Burganlage, die im 12. Jahrhundert unter Kaiser Friedrich Barbarossa errichtet wurde. Sie ist heute eine Ruine in der Stadt.
Geschichte+
Die Besiedlung des Burggeländes reicht bis in das 6. Jahrhundert v. Chr. zurück, wie bandkeramische Funde belegen. Im 7. Jahrhundert entstand hier vermutlich eine Hofanlage, die 830 als karolingische Villa Luhtra erwähnt wurde und später in den Besitz der Salier überging. Eine 1,40 Meter starke Wehrmauer aus dem 10. Jahrhundert schützte die Anlage bereits in spätsalischer Zeit. Zwischen 1152 und 1158 ließ Kaiser Friedrich Barbarossa die Pfalz als königlichen Wohnsitz und Verwaltungszentrum neu errichten. Er setzte 1162 Gotfried von Lutra als Verwalter ein. Die Pfalz wurde regelmäßig von Herrschern besucht, darunter Barbarossa selbst und sein Enkel Kaiser Friedrich II., der die Anlage 1215 umgestalten ließ. Im Jahr 1269 heiratete der englische König Richard in der Doppelkapelle der Burg. Nach 1305, als 13 Adelige als Burgmannen eingesetzt wurden, kam die Anlage 1322 an Johann den Blinden und 1357 an die Kurpfalz. Im 16. Jahrhundert ließ Pfalzgraf Johann Casimir ein Renaissanceschloss in unmittelbarer Nähe erbauen. Sowohl die Kaiserpfalz als auch das Schloss erlitten 1635 und 1688 Schäden durch Kriege. 1703 sprengten französische Truppen das Schloss.
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Lage: 49.4457, 7.7681