Kirche
Johanniterkommende Neckarelz

Die Johanniterkommende Neckarelz, auch bekannt als Tempelhaus, ist eine historische Burg in Mosbach-Neckarelz. Sie ist die einzige in ihrer ursprünglichen Form erhaltene Johanniterburg in Baden-Württemberg und nach der Burg Lohrbach das zweitälteste Gebäude in Mosbach.
Geschichte+
Die Ursprünge der Burg Elz, wie sie einst hieß, sind nicht eindeutig geklärt, doch wird vermutet, dass um 1200 im Zusammenhang mit der Pfalz Wimpfen ein Wohnturm errichtet wurde. Eine Urkunde vom 11. Juni 1300 erwähnt die bereits bestehende Niederlassung der Johanniter. Der Orden übernahm die Anlage wohl Ende des 13. Jahrhunderts und baute sie zu einem Spital mit Kapelle aus. Bereits 1350 wurde die Burg an Engelhart von Hirschhorn verkauft. Nach weiteren Besitzerwechseln, darunter die Pfalzgrafen von Mosbach und die Kurpfalz, wurde die Anlage ab 1581 als Tempelhaus bezeichnet. Im Jahr 1705 erhielten die Katholiken den Ostteil des Tempelhauses als Kirche zugesprochen, die 1707 bezogen wurde. Zwischen 1731 und 1735 erfolgte der Ausbau des gesamten ersten Stocks zur Kirche, die 1737 Mariä Himmelfahrt geweiht wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Zuzug von Flüchtlingen wurde 1955 eine neue Marienkirche erbaut.
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Lage: 49.3417, 9.1030