Privatbesitz
Isenburger Hof
Der Isenburger Hof, auch als Herrenhöfchen bekannt, ist ein historisches Herren- und Gutshaus in Neuwied-Heddesdorf, Rheinland-Pfalz. Das Anwesen wird heute teilweise von der B 42 durchschnitten.
Geschichte+
Die Ursprünge des Isenburger Hofes in Heddesdorf liegen im Dunkeln, doch ist gesichert, dass die Familie Isenburg das Anwesen bis 1528 besaß. Im Jahr 1562 wurde der Hof als „wiedischer Hof“ bezeichnet, was darauf hindeutet, dass die Grafen von Wied ihn zu dieser Zeit erworben hatten. Ein Güterverzeichnis von 1528 listete 63 Morgen Land auf, deren Anzahl bis 1643 auf 46 Morgen sank. Graf Johann von Wied verpfändete den Hof 1579 an seinen Sohn Hermann, nach dessen frühem Tod 1591 ging der Besitz an Johann Wilhelm von Wied über. Nach dessen Ableben 1633 erbte Philipp Ludwig von Wied den Hof, verkaufte ihn jedoch aufgrund finanzieller Schwierigkeiten für 6000 Gulden an seine Mutter Magdalena von Hardeck. Nach ihrem Tod 1657 erbte ihre unverheiratete Tochter Johanna Walpurgis den Großteil des Vermögens. Trotz des Interesses ihres Vetters, Graf Friedrich III. zu Wied, blieb sie im Besitz. Nach ihrem Tod 1672 wurde der Hof von Christoph von Stein genutzt. 1683 verkaufte Graf Friedrich den Hof an Carl Ludwig von Sayn für 4160 Reichstaler, eine Kutsche und einen Ring.
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Lage: 50.4419, 7.4655