Privatbesitz
Herrenhaus Stüttgenhof (Köln)

Der Stüttgenhof in Köln ist ein Herren- und Gutshaus, dessen Ursprünge bis ins Mittelalter zurückreichen. Als eine der ältesten Hofanlagen der Stadt wird er noch heute von den Eigentümern landwirtschaftlich genutzt und steht seit 1989 unter Denkmalschutz.
Geschichte+
Die erste urkundliche Erwähnung des Stüttgenhofs, damals noch als „Villa Stute“ bekannt, erfolgte im Jahr 1271, als er sich im Besitz der Deutschordenskommende Sankt Katharina befand. Im Jahr 1336 ging das Gut an die Kölner Patrizierfamilie Jude über, die es als Brautgeschenk an ihre Tochter Imagenia weitergab. Der Besitz wechselte mehrfach. Teile der Ländereien gelangten an die Abtei Brauweiler, während der Hof selbst von den Rittern von Fischenich erworben wurde. 1485 sah sich Daem von Fischenich aus finanziellen Gründen gezwungen, den Hof an das Kölner Stift St. Gereon zu verkaufen. Unter dem Stift wurde der Stüttgenhof als Ritterlehen geführt und diente den Kanonikern auch als Erholungsort, ein sogenanntes „Tusculanum“. Im Zuge der Säkularisation unter französischer Herrschaft wurde das Gut 1802 eingezogen und 1821 versteigert. Adam Ploog erwarb den Hof und begründete damit eine bis heute bestehende Familientradition der landwirtschaftlichen Nutzung.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 50.9217, 6.8751