Privatbesitz
Haus Merfeld

In Dülmen-Merfeld ist Haus Merfeld ein historisches Schloss. Es war der Sitz der Herren von Merveldt und später der Herzöge von Croÿ, die auch die Dülmener Wildpferde hüten.
Geschichte+
Die erste urkundliche Erwähnung Merfelds als „Merfeldon“ datiert um 890. Die Adelsfamilie von Merveldt trat im 12. Jahrhundert erstmals in Erscheinung, und eine Burg wurde 1358 erstmalig dokumentiert. Eine Doppelburg entstand 1394, die 1693 wieder zusammengeführt wurde. Im Jahr 1316 sicherte sich der Herr von Merveldt neben Fischerei- und Jagdrechten auch Rechte an Wildpferden. Ende des 16. Jahrhunderts geriet Adolf III. von Merveldt in Konflikt mit dem Heiligen Römischen Reich und dem Fürstbischof von Münster. Er errichtete ein Freigericht auf der Burg und wechselte zum protestantischen Glauben, um seine lokale Herrschaft zu verteidigen. Diese Linie erlosch 1691, und das Anwesen ging an die Familie von Merode über. Nach mehreren Besitzerwechseln im frühen 19. Jahrhundert erwarb Herzog Alfred von Croÿ 1836 die Ländereien. Seit der Zerstörung des Schlosses Dülmen im Jahr 1945 dient Haus Merfeld den Herzögen von Croÿ als Wohnsitz.
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Lage: 51.8518, 7.2104