Kirchenbesitz
Haus Hemer

In Hemer, Nordrhein-Westfalen, steht Haus Hemer. Ursprünglich im 11. Jahrhundert als Oberhof zur Versorgung des Klosters Grafschaft gegründet, zeigt sich der heutige Bau größtenteils im Stil des 17. Jahrhunderts.
Geschichte+
Haus Hemer wurde 1072 erstmals urkundlich erwähnt, als Erzbischof Anno II. von Köln den Oberhof Hademare an das neu gegründete Kloster Grafschaft übertrug. 1452 tauchte es als Rittergut im Herzogtum Kleve-Mark wieder in den Quellen auf, weiterhin dem Kloster Grafschaft lehnspflichtig. Es befand sich im Besitz der Familie von Höcklinghausen, später der Familie von Böckenförde genannt Schüngel. Dietrich Ovelacker, Drost von Altena und Iserlohn, erwarb das Anwesen. Er ließ die Anlage bis 1614 umgestalten, wodurch sie ihre heutige Form erhielt. Durch Erbschaft ging das Haus an die Familie Wachtendonk über, die es bis 1664 hielt, bevor es an die Familie von Brabeck fiel. Diese besaß Haus Hemer bis 1812, als Carl Heinrich Löbbecke es kaufte. Die Familie Löbbecke veräußerte das Herrenhaus und den zugehörigen Park 1957 an die katholische Kirchengemeinde St. Peter und Paul.
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Lage: 51.3955, 7.7613