Privatbesitz
Haus Geist

Haus Geist in Oelde ist ein beeindruckendes Wasserschloss, das sich durch seine Architektur im Stil der Lipperenaissance und des Barock auszeichnet. Es diente zeitweise als bedeutende Niederlassung des Jesuitenordens und ist heute ein Zeugnis wechselvoller Geschichte.
Geschichte+
Die Ursprünge von Haus Geist könnten in einer mittelalterlichen Burg der Herren von Geist liegen, deren bekanntester Vertreter der Kanoniker Bernhard von Geist im 13. Jahrhundert war. Vor 1427 befand sich das Anwesen im Besitz der Familie Wolff von Lüdinghausen, später ging es an die Familie von Oer über. Durch die Tochter des Landdrosten Jaspar von Oer fiel es zeitweise an die Familie von Nesselrode, bevor es im 16. Jahrhundert an die Familie von Loë gelangte. Zwischen 1560 und 1568 errichteten Laurenz von Brachum der Ältere und seine Söhne einen Neubau im Stil der Lippe-Renaissance. Im Jahr 1593 kam das Schloss durch Heirat an Joachim von Büren. Moritz von Büren übertrug Haus Geist dem Jesuitenorden, der dort ab 1661 eine Niederlassung einrichtete. Nach einem Brand wurde der Nordflügel zwischen 1750 und 1755 im Barockstil nach Plänen von Franz Christoph Nagel neu errichtet. Nach der Auflösung des Ordens fiel das Haus 1773 an das Fürstbistum Münster und später an den preußischen Staat, der es 1884 verpachtete.
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Lage: 51.8360, 8.1023