Museum
Haus Bürgel

In Monheim am Rhein-Baumberg liegt Haus Bürgel, ein ehemaliges römisches Kastell, das sich zu einem mittelalterlichen Lehensgut und später zu einem Herren- und Gutshaus entwickelte. Seine Geschichte ist eng mit den Veränderungen des Rheins und den politischen Machtverhältnissen der Region verbunden.
Geschichte+
Die Ursprünge von Haus Bürgel reichen bis in die Römerzeit zurück, als es vermutlich in der Regierungszeit Kaiser Konstantins I. (306–337 n. Chr.) oder spätestens unter Kaiser Valentinian (364–375 n. Chr.) als Kastell errichtet wurde. Es befand sich ursprünglich auf der linken Rheinseite und war ein Bau von 64 mal 64 Metern mit bis zu 2,30 Meter dicken Mauern, umgeben von zwölf Türmen und einem Doppelgraben. Münzfunde aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. und ein antikes Gräberfeld mit über 70 Gräbern deuten auf eine frühere römische Präsenz hin, möglicherweise als kleineres Lager oder Beobachtungsposten. Matronensteine und eine Goldmünze belegen die Nutzung als Grenzsicherung bis zum Zusammenbruch der römischen Provinz am Niederrhein im frühen 5. Jahrhundert. Nach einer Periode ohne schriftliche Zeugnisse wird Haus Bürgel Ende des 1. Jahrtausends als Königsgut der Ottonen erwähnt und im Jahr 1002 dem Kölner Erzbischof Heribert übertragen.
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Lage: 51.1294, 6.8729