Privatbesitz
Hallerschloss
Am Westhang des Ruckerlbergs im Grazer Stadtbezirk Waltendorf steht das Hallerschloss, bis ins 18. Jahrhundert als Schloss Sparbersbach bekannt. Seine heutige Erscheinung prägen Elemente aus dem 17. Jahrhundert, obwohl seine Ursprünge bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen.
Geschichte+
Die Errichtung des Schlosses, vermutlich durch einen Graf Breuner, diente der Sicherung landesfürstlicher Straßen und Besitztümer, wobei ein älterer Bau integriert wurde. Ab der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts bewohnten die Rietenburger das Anwesen. Im Jahr 1389 erfolgte der Verkauf des Schlosses und des Dorfes Waltendorf an Hertlein von Lichtenstein. Dieser stiftete das Gut 1359 dem Stift Rein, welches es 1399 mit Herzog Wilhelm gegen andere Ländereien tauschte. Im 15. Jahrhundert war das Schloss im Besitz der Giebinger. Nach Erbstreitigkeiten wurde der Besitz 1580 an Mathias Aman veräußert, der ihn an einen Diener des Erzherzogs weitergab. In den folgenden Jahren wechselten die Eigentümer häufig. 1652 erwarb Hans Georg von Kaltenhausen das Schloss, dessen Besitz zu dieser Zeit umfangreich war und unter anderem einen Meierhof, Ställe, Gärten, einen Weingarten und Teiche umfasste. 1713 ging das Anwesen an Sigmund Müller, der es seinem Schwiegersohn Dr. Friedrich Karl Haller übertrug, welcher dem Schloss seinen heutigen Namen gab.
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Lage: 47.0706, 15.4642