Quassel war ursprünglich ein Lehen der mecklenburgischen Uradelsfamilie von Lützow. Um 1600 war es kurzzeitig im Besitz von Philipp von Pentz-Volzrade, bevor es um 1721 an den schlesischen Grafen Eckstedt von Peterswaldt überging, dessen Familie bereits in Pritzier ansässig war. Im Jahr 1755 verkauften die von Peterswaldt das Gut an den Amtmann Christian Friedrich Paepcke. Sein Sohn Moritz Edler von Paepcke, der in Wien geadelt wurde, erbte das Anwesen. Die Familie von Paepcke, die auch andere Güter im Klützer Winkel besaß, ließ 1857 das ursprüngliche Fachwerk-Gutshaus errichten. 1886 erfolgte ein Umbau durch den Hamburger Architekten Martin Haller, der dem Gebäude seine heutige neugotische Fassade verlieh. Die Familie von Paepcke veräußerte das Gut 1901 an Egbert von Meding, der es 1902 an Gustav Aufschläger verkaufte. Nach Aufschlägers Tod im Jahr 1934 wurde der Margarinefabrikant Fritz Homann neuer Eigentümer. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, im April 1945, diente das Gutshaus als Gefechtsstand der Luftflotte Reich. Nach der Enteignung im Jahr 1945 wurde das Anwesen von einer Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) bewirtschaftet und zeitweise als SED-Parteischule sowie später als Landwirtschaftsschule genutzt.
Herren- und GutshausQuassel
Gutshaus Quassel

Im gleichnamigen Ortsteil von Lübtheen im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern steht das denkmalgeschützte Herren- und Gutshaus Quassel.
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Lage: 53.3324, 11.0790