Privatbesitz
Gutshaus Gentzrode

Das Gutshaus Gentzrode ist ein Herrenhaus im maurischen Stil auf dem Stadtgebiet von Neuruppin in Brandenburg. Es hat eine ungewöhnliche orientalisch anmutende Architektur.
Geschichte+
Die Gründung von Gentzrode erfolgte 1840 mit dem Erwerb des Wustrauer Luchs. 1855 kaufte Johann Christian Gentz, ein Tuchmacher und Kaufmann, die „Kahlen Berge“ nördlich von Neuruppin. Zusammen mit seinem Sohn Ludwig Alexander Gentz entwickelte er dort einen landwirtschaftlichen Musterbetrieb. Ein erster Bau war der Kornspeicher, der 1861 nach Entwürfen von Carl von Diebitsch entstand. Nach dem Umzug der Familie auf das Gut plante Alexander Gentz eine Neugestaltung, die einen Park, ein Schloss und ein Mausoleum umfasste. Das heutige Herrenhaus wurde 1876/77 nach Plänen von Martin Gropius und Heino Schmieden im Stil des orientalisierenden Historismus errichtet, während der Park von Gustav Meyer gestaltet wurde. Die Baukosten überstiegen die veranschlagten Mittel und führten 1880 zum Konkurs der Firma Johann Christian Gentz. Das Anwesen wurde 1881 weit unter Wert an Albert Ebell und Oberamtmann Troll verkauft, die es 1882 weiterveräußerten. Es folgten mehrere Besitzerwechsel, darunter A. Wernicke, der dort Zuckerrüben anbauen wollte, und später Paul Hoepffner sowie F. W. Nordenholz.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gentzrode_Herrenhaus_und_Kornspeicher.jpg
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 52.9786, 12.7959