Privatbesitz
Gutshaus Boldevitz
Das Gutshaus Boldevitz in Parchtitz-Boldevitz ist ein architektonisches Wahrzeichen Rügens. Seine Doppelgiebel machen es zum letzten Bauwerk dieser Art auf der Insel.
Geschichte+
Die Geschichte des Gutes Boldevitz reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück, als es im Besitz der Familie von Rotermund war. Um 1600 entstand unter Claus von Rotermund der Kern des Herrenhauses, das später um 1635 oder zwischen 1655 und 1658 unter Philipp von Rotermund umgebaut wurde. Angeblich wurden dafür Steine einer ehemaligen Kirche verwendet. Nach dem Aussterben der männlichen Linie der Rotermunds im Jahr 1712 ging der Besitz an den schwedischen General Carl Gustav Graf Mellin über. 1744 erwarb die Familie von Putbus das Gut, bevor es 1762 an Adolf Friedrich von Olthof verkauft wurde. Olthof förderte Künste und holte den Maler Jakob Philipp Hackert nach Boldevitz, der hier zwischen 1762 und 1764 Landschaftstapeten mit rügenschen Motiven schuf. Johann Wolfgang von Goethe erwähnte das Gut später in einer Hackert-Biographie. In dieser Zeit wurden auch Seitenflügel angebaut und ein Park angelegt.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Katja Wächtler
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Lage: 54.4415, 13.3333