Privatbesitz
Gut Lübrassen

Das Gut Lübrassen, auch als Schloss Lübrassen bekannt, ist ein historisches Herren- und Gutshaus in Bielefeld, Nordrhein-Westfalen. Es ist der älteste urkundlich erwähnte Hof im Stadtbezirk Heepen und von Gewässern umgeben.
Geschichte+
Die erste urkundliche Erwähnung des Gutes Lübrassen datiert auf den 13. Mai 974, als Kaiser Otto II. den Hof und seine Ländereien an die Äbtissin der Kirche in Schildesche übergab. Die Herren des Gutes fungierten später als weltliche Grundherren, denen die umliegenden Bauern zins- und abgabenpflichtig waren. Im Jahr 1335 verkaufte der Graf von Ravensburg das Gut an das Stift Schildesche. 1652 erwarb Joachim von Grest, der Gograf des Amtes Sparrenberg, das Gut von der Äbtissin zu Herford, wodurch es den Status eines adeligen Gutes erhielt. Die Familie von Grest stiftete 1701 ein Orgelprospekt und eine neue Orgel für die Heeper Peter-und-Pauls-Kirche, wo die Gutsherren einen erhöhten Sondersitz, den Lübrasser Priechen, besaßen. Nach mehreren Besitzerwechseln im 18. Jahrhundert gelangte das Gut 1790 in den Besitz der Familie von Ditfurth, die um 1800 das heutige Schloss Lübrassen errichten ließ. Die Familie von Ditfurth stellte zwei Landräte des Kreises Bielefeld und besaß das Gut bis 1930. Das Herrenhaus und die Stallgebäude stammen aus dem frühen 19. Jahrhundert und wurden 1895 durch ein Torhaus mit Dachreiter verbunden. Eine steinerne Brücke über die Mühlenumflut ist ebenfalls erhalten.
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Lage: 52.0254, 8.6130