Postamt
Fürstenbergisches Palais

Das Fürstenbergische Palais in Bonn, ehemals eine vornehme Residenz, wurde ursprünglich als Kanonikerhof im 13. Jahrhundert errichtet. Im 18. Jahrhundert zu einem Wohnhaus umgestaltet, dient es heute als Postamt.
Geschichte+
Das Palais entstand zwischen 1751 und 1753 als Wohnsitz für Caspar Anton Radermacher, einen Kanoniker und Stiftsdechanten des Archidiakonalstifts St. Cassius und Florentius. Er erhielt die Bauerlaubnis für das Haus anstelle eines älteren Kanonikerhofs. Später ging das Anwesen in den Besitz von Franz Carl Ludwig Radermacher über, einem kaiserlich-königlichen Hofrat. Im Jahr 1824 erwarb der Augenarzt Philipp Franz von Walther das Palais, bevor es 1830 an Franz Egon von Fürstenberg-Stammheim verkauft wurde, dessen Familie dem Gebäude seinen heutigen Namen gab. König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen und Königin Viktoria von England besuchten 1845 das Palais und wohnten vom Balkon aus der Enthüllung des Beethoven-Denkmals bei. Nach dem Tod von Franz Egon von Fürstenberg-Stammheim diente das Gebäude bis 1876 als Mädchenpensionat. Im selben Jahr erwarb die Post- und Telegraphenverwaltung das Palais und richtete dort das Bonner Postamt ein, das am 3. Dezember 1877 eröffnet wurde.
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Lage: 50.7345, 7.0988