Klosterbetrieb
Franziskanerkloster

Das Franziskanerkloster in Füssen, gelegen im bayerischen Ostallgäu, ist eine historische Anlage. Es wurde auf einer Anhöhe am östlichen Stadtrand errichtet.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters, das dem heiligen Stephan geweiht ist, erfolgte im Jahr 1628. Initiatoren waren Heinrich von Knoeringen, der damalige Fürstbischof von Augsburg, und Abt Martin von St. Mang. Die ersten Franziskaner bezogen zunächst die ehemalige Jesuitenkapelle und später die Kirche St. Stephan, die bis ins 13. Jahrhundert als Pfarrkirche diente. Im Jahr 1629 begann der Bau des Klostergebäudes, und die Kirche wurde in den Folgejahren umgestaltet. Die Franziskaner übernahmen auf bischöflichen Wunsch die Predigten bei den Pfarrmessen in der Klosterkirche St. Mang. Im Jahr 1632 erlitt das neu errichtete Kloster Schäden durch den Durchzug schwedischer Truppen, was Renovierungen nach sich zog. Die Anlage wurde erweitert, unter anderem um ein Brauhaus im Jahr 1662 und eine Branntweinbrennerei im Jahr 1695. Ein zweiter Klosterflügel entstand ab 1712. Zwischen 1763 und 1767 wurde die Kirche St. Stephan neu erbaut. Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster 1803 aufgehoben und ging zunächst in den Besitz des Deutschen Ordens über, bevor es 1805 dem Staat zugesprochen wurde.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 47.5669, 10.7034