FestungPorquerolles

Fort du Grand Langoustier

Fort du Grand Langoustier

Das Fort kann besichtigt werden

Das Fort du Grand Langoustier ist eine französische Militäranlage auf der Insel Porquerolles (Var), die im 17. Jahrhundert erbaut und 1989 in das Zusatzinventar der historischen Denkmäler aufgenommen wurde. Zwischen 2006 und 2010 restauriert, ist es heute nur an den Europäischen Tagen des Kulturerbes für Besucher geöffnet.

Lage+

Das Fort befindet sich am westlichen Ende der Insel Porquerolles, auf der Spitze des Grand Langoustier. Es überblickt die Bucht von Port Fay und liegt gegenüber der Anlegestelle von La Tour Fondue auf der Halbinsel Giens in Hyères. Die Inseln Petit Langoustier, Grand Ribaud und Petit Ribaud liegen dazwischen. Das Fort ist etwa 3,4 km vom Festland entfernt und wurde auf grauen oder schwarzen, weichen Tonschiefern erbaut, die mit Quarzblättchen durchsetzt sind.

Beschreibung+

Das Fort besteht aus einem quadratischen, pyramidenförmigen Artillerieturm, der auf zwei Ebenen plus einer Terrasse errichtet wurde. Das Erdgeschoss, das als Pulvermagazin diente, sowie die erste Ebene sind gewölbt. Eine Wendeltreppe verbindet das Stockwerk mit der Terrasse. Der umlaufende Wehrgang ist von einer Brüstung mit Schießscharten begrenzt und verfügt über eine Pechnase, die die vertikale Verteidigung des Eingangs gewährleistet. Er ist mit einer polygonalen Umfassungsmauer mit Schießscharten versehen. Im Jahr 1793 wurden vier Plattformen für großkalibrige Kanonen hinzugefügt.

Geschichte+

Der Bau des Forts erfolgte zwischen 1633 und 1640 und wird Richelieu zugeschrieben. Die Engländer besetzten die Insel 1793, aber der Grand Langoustier blieb relativ verschont. Im Jahr 1810, im Rahmen der Kontinentalsperre und auf Anregung Napoleons I., wurde ein direkter Zugangskorridor zum unteren Stockwerk des Turms (Nordwestseite) für die Versorgung des Pulvermagazins geschaffen. Die Bewaffnung war damals sehr unzureichend: Sie bestand aus zwei 36-Pfünder- und zwei 12-Pfünder-Kanonen, die von 15 Kanonieren und 50 Infanteristen bedient wurden. Daher wurde in der Nähe die Batterie „l'Avancée et du Sud-ouest“ mit zwei 36-Pfünder- und zwei 12-Pfünder-Kanonen hinzugefügt. Im Jahr 1815, nach dem Fall des Kaiserreichs, wurde die Anlage stillgelegt. Erst 1841 schlug die Gemischte Küstenbewaffnungskommission eine Bewaffnung von zwei 36-Pfünder-Kanonen und zwei Haubitzen vor, die von 20 Mann in der Batterie de l'Avancée mit einem Wachhaus bedient werden sollten.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Bernard Delpeuch / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 42.9989, 6.1644