Industrie- und Handelskammer Wiesbaden
Erbprinzenpalais (Wiesbaden)
In Wiesbaden steht das Erbprinzenpalais, ein klassizistisches Bauwerk, das einst als Residenz für den nassauischen Erbprinzen konzipiert wurde. Es zeichnet sich durch seinen Mittelgiebel aus und ist heute ein Bauwerk der Architektur des frühen 19. Jahrhunderts in der hessischen Landeshauptstadt.
Geschichte+
Zwischen 1813 und 1817 wurde das Erbprinzenpalais unter der Leitung des Stadtbaumeisters Christian Zais errichtet. Es war als Wohnsitz für Wilhelm, den Erbprinzen der Herzöge von Nassau, vorgesehen. Da Herzog Friedrich August von Nassau-Usingen ohne männliche Erben war, sollte die Herzogswürde an die Linie Nassau-Weilburg übergehen. Friedrich Wilhelm von Nassau-Weilburg, ein Vetter des Herzogs, ließ das Palais für seinen Sohn Wilhelm bauen. Doch das Schicksal nahm einen anderen Lauf: Sowohl Herzog Friedrich August als auch Friedrich Wilhelm verstarben kurz nacheinander im Jahr 1816. Wilhelm wurde daraufhin im Alter von 23 Jahren Herzog und zog nicht in das noch unfertige Palais, sondern ins Schloss Biebrich.
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Lage: 50.0810, 8.2446