Staatlichen Akademie für Lehrerfortbildung
Comburg
Die Comburg, auch als Großcomburg bekannt, ist eine Burganlage, die sich auf einem Umlaufberg im Kochertal erhebt. Ursprünglich eine Burg, wurde sie später zu einem Benediktinerkloster und prägt heute die Landschaft südöstlich von Schwäbisch Hall in Baden-Württemberg.
Geschichte+
Die Ursprünge der Comburg reichen bis ins Jahr 1078 zurück, als die Grafen von Comburg-Rothenburg anstelle ihrer Burg ein Benediktinerkloster gründeten. Einer der Gründer, Graf Burkhard, trat selbst als Mönch in das Kloster ein. Die ersten Mönche kamen aus Brauweiler, doch unter einem Abt aus Hirsau, der zwischen 1086 und 1088 berufen wurde, schloss sich die Comburg der Hirsauer Reform an. Trotz einer Blütezeit im 12. Jahrhundert erlebte das Kloster im 13. Jahrhundert einen Niedergang, der 1326 in einem wirtschaftlichen Zusammenbruch mündete. Nach einer Phase der Erholung im 14. Jahrhundert, die jedoch mit einer Lockerung der Ordensregeln einherging, wurde das Kloster 1488 in ein adliges Chorherrenstift umgewandelt. Im 16. Jahrhundert erlebte das Stift unter Propst Erasmus Neustetter eine erneute Blüte. Nach der Säkularisation im Jahr 1803 durch Württemberg diente die Comburg von 1817 bis 1909 als Garnison für das Ehreninvalidenkorps und später als Heimvolkshochschule. Während der NS-Zeit wurde sie für verschiedene Zwecke genutzt, darunter als Bauhandwerkerschule und Kriegsgefangenenlager.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 49.1002, 9.7499