Die Kirche kann besichtigt werden
Collégiale de Bédouès

Die Stiftskirche Notre-Dame-de-l'Assomption von Bédouès ist eine ehemalige Stiftskirche in der französischen Gemeinde Bédouès im oberen Tarn-Tal in Lozère. Sie wurde im 14. Jahrhundert auf Anregung von Papst Urban V. erbaut, um 1363 das Grab seiner Eltern aufzunehmen, und war befestigt.
Geschichte+
Bau+
Im Jahr 1310 wurde Guillaume de Grimoard auf Schloss Grizac in Gévaudan (heute Gemeinde Pont-de-Montvert-Sud-Mont-Lozère) geboren, Sohn eines weiteren Guillaume de Grimoard, Herr von Bellegarde, und von Amphélyse de Sabran, Dame von Montferrand. Am 13. September 1362 starb Innozenz VI., der fünfte Papst in Avignon. Und es war ein Mönch, dieser Guillaume de Grimoard, der zu seinem Nachfolger gewählt wurde. Er nahm dann den Namen Urban V. an. In einer päpstlichen Bulle vom Dezember 1363 beschloss Urban V., eine Stiftskirche über dem Grab seiner Eltern zu errichten, unweit von Bédouès, auf dem schieferhaltigen Vorgebirge, das den Tarn überragt. Die Bulle präzisierte, dass sich dort 6 Kanoniker-Priester, ein Diakon und ein Subdiakon niederlassen sollten. So kamen 1365 die ersten Kanoniker an. Sie waren dann mit der Feier des Gottesdienstes beauftragt. Schnell wurde die Stiftskirche befestigt. So wurde sie mit vier Türmen geschmückt und mit einer Mauer versehen, was ihr das Aussehen einer Festung verlieh. Diese Befestigungen ermöglichten es, im Falle eines Konflikts einen Zufluchtsort für die Bewohner der Pfarrei zu schaffen.
Religionskriege+
Im Jahr 1580, während der Religionskriege nach dem Massaker der Bartholomäusnacht, eroberte der hugenottische Hauptmann Matthieu Merle die befestigte Stiftskirche. Er tötete daraufhin die Kanoniker, die lebendig in den Brunnen geworfen worden sein sollen, plünderte ihre Güter und zerstörte einen Teil der Stiftskirche.
Seit der Französischen Revolution+
Nachdem der Frieden wiederhergestellt war, wurde die Stiftskirche wieder aufgebaut, erlitt aber während der Französischen Revolution neue Zerstörungen. Im Laufe des 19. Jahrhunderts ließ das Bistum sie erneut reparieren.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Hervé Rebours
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 44.3433, 3.6063