Die Burgruine kann besichtigt werden
Château royal du Vivier

In Fontenay-Trésigny in der Region Île-de-France liegen die Ruinen des Château royal du Vivier, einst ein Königssitz. Das Anwesen hat eine lange Geschichte.
Geschichte+
Die Ursprünge des Anwesens reichen ins 13. Jahrhundert zurück, als das Land der Familie Garlande gehörte. Im Jahr 1293 wechselte der Besitz an Pierre de Chambly und kurz darauf an Charles de Valois, der die Burg errichten ließ, obwohl bereits 1260 ein Herrenhaus existierte. Hofmaler Évrard d’Orléans gestaltete 1308 die Innenräume. Zahlreiche französische Könige, darunter Philipp IV., Philipp V. und Karl VI., nutzten das Château als Residenz. Philipp V. erließ hier wichtige Ordonnanzen. Eine Kapelle, 1316 von Papst Johannes XXII. genehmigt und dem Heiligen Thomas Becket geweiht, wurde später von König Philipp VI. um eine dem Heiligen Ludwig geweihte Kapelle ergänzt. 1352 fand hier die Hochzeit von Jeanne de France mit Karl II. von Navarra statt, wobei die Kapelle zur Stiftskirche erhoben wurde. König Karl V. schenkte der Stiftskirche 1368 eine Kreuzreliquie, wodurch sie den Status einer Sainte-Chapelle erhielt. Mit dem Tod Karls VI. endete die Blütezeit der Burg. Ludwig XI. übergab das Anwesen 1471 an die Kanoniker der Sainte-Chapelle. Franz I. war 1546 der letzte König, der das Château besuchte, musste jedoch aufgrund des Verfalls im Haus der Kanoniker übernachten.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Hervé Rebours
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 48.6862, 2.8488