Museum
Château Prangins

In der Gemeinde Prangins im Kanton Waadt in der Schweiz steht das Château Prangins, ein Barockschloss auf einer Anhöhe von etwa 408 Metern über dem Meeresspiegel. Es beherbergt heute den Westschweizer Sitz des Schweizerischen Nationalmuseums.
Geschichte+
Die Ursprünge des heutigen Schlosses liegen in einer mittelalterlichen Burganlage, die im 13. Jahrhundert das Zentrum einer Herrschaft war. Die Herren von Cossonay-Prangins, die auch Nyon als Lehen besaßen, gerieten Ende des 13. Jahrhunderts in Konflikt mit den Grafen von Savoyen und mussten ihre Herrschaft 1294 an diese abtreten. 1536 wurde die alte Burg während der Eroberung der Waadt durch Bern niedergebrannt. Die Herrschaft Prangins bestand jedoch fort und wurde der bernischen Landvogtei Nyon unterstellt. 1719 erwarb der französische Bankier Louis Guiguer das Anwesen. Er ließ ab 1732 auf den Ruinen der Vorgängeranlage das heutige Barockschloss errichten. Sein Enkel, Charles-Jules Guiguer de Prangins, verkaufte das Schloss 1814 an Joseph Bonaparte, den Bruder Napoleons. Nach Joseph Bonapartes Flucht und dem Sturz Napoleons verfiel das Schloss, bis es 1827 in neue Hände gelangte. 1873 wurde es von der Herrnhuter Brüdergemeine erworben, die dort ein Erziehungsinstitut einrichtete und das Innere umbaute. Nach 1920 wechselte das Schloss mehrfach den Besitzer, darunter Horace de Pourtalès und Josephine Dexter. 1962 überschrieb Dexters Tochter, Katherine McCormick, das Schloss der US-Regierung, die es jedoch nach McCormicks Tod 1967 verkaufte. Nach einem Besitz durch Bernard Cornfeld ging das Schloss 1974 an die Kantone Genf und Waadt, die es 1975 der Schweizerischen Eidgenossenschaft übergaben. Nach Restaurierungen und Umbauten wurde es 1998 als Museum eröffnet.
Vor Ort+
Heute beherbergt das Château Prangins den Westschweizer Sitz des Schweizerischen Nationalmuseums. Hier können Ausstellungen zur Schweizer Geschichte des 18. und 19. Jahrhunderts erkundet werden.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 46.3941, 6.2519