Privatbesitz
Château de Montrottier

In Lovagny, im Département Haute-Savoie in der Region Rhône-Alpes in Frankreich, steht das Château de Montrottier. Ursprünglich im 13. Jahrhundert als befestigtes Haus errichtet, wurde es mehrfach umgebaut und im 19. Jahrhundert restauriert. Heute befindet es sich in Privatbesitz und ist ein Beispiel savoyischer mittelalterlicher Architektur.
Geschichte+
Die Ursprünge des Standortes reichen möglicherweise bis in römische oder sarazenische Zeiten zurück, wo ein Verteidigungsposten existiert haben könnte. Die heutigen Burggebäude entstanden zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert, ergänzt durch spätere Anbauten im 19. und 20. Jahrhundert. Im Jahr 1263 wurde die Familie Montrottier erstmals urkundlich erwähnt, die das Anwesen entweder von den Grafen von Genf oder den Herren von Pontverre erhielt. 1266 ging die Burg an die Familie Grésy über. Der letzte Erbe dieser Linie verkaufte sie 1425 an Amadeus VIII. von Savoyen, der sie zwei Jahre später, 1427, für 9.000 Florin an Pierre de Menthon veräußerte. Dieser Erwerb begründete den Zweig der Menthon-Montrottier. Pierre de Menthon ließ Bau- und Renovierungsarbeiten durchführen. Er starb 1455 auf der Burg an einer Verletzung. Die Familie Menthon-Montrottier besaß das Château bis zur Französischen Revolution, wobei ihre Ländereien 1596 zur Baronie und 1632 zur Grafschaft erhoben wurden. Nach der Revolution wurde es 1796 als Nationalgut verkauft und wechselte durch mehrere Hände, darunter die Familien Dufour und Rochette, die Umbauten vornahmen. 1876 erwarb Victor Frerejean die Burg, und 1906 ging sie in den Besitz des Kunstsammlers Léon Marès über. Marès vermachte das Château de Montrottier samt seinen Sammlungen der Académie florimontane, die es 1919 übernahm und für die Öffentlichkeit zugänglich machte.
Vor Ort+
Die Burg ist heute in Privatbesitz. Sie beherbergt Sammlungen von Waffen, Rüstungen, Fayencen, Porzellan, Glaswaren, Wandteppichen, antiken Möbeln, Spitzen sowie Objekte aus Fernost und Afrika, die von Léon Marès zusammengetragen wurden. Diese Sammlung trägt seit 2003 die Bezeichnung „Musée de France“.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Hervé Rebours
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 45.8987, 6.0390