Schloss/BurgDissay

Château de Dissay

Château de Dissay

Privatbesitz

Das Château de Dissay ist ein Schloss in der französischen Gemeinde Dissay im Département Vienne.

Geschichte+

Das Schloss wurde Ende des 15. Jahrhunderts von Pierre d'Amboise, Bischof von Poitiers und Bruder des Kardinals d'Amboise, Minister Ludwigs XII., auf einem älteren Gebäude errichtet. Es diente den Bischöfen von Poitiers bis zur Revolution im Jahr 1793 als Residenz. Hugues de Combarel, Bischof von Poitiers, hatte 1434 von König Karl VII. die Erlaubnis erhalten, an diesem Ort ein Hotel mit „Mauern, Gräben, Palästen, Zugbrücken, Toren, Türmen, Wachhäuschen, Barbakanen und anderen Befestigungen, wie es ihm gut dünkte“, zu errichten. Während des Dritten Religionskrieges stürmte Admiral de Coligny 1569 das Schloss, bevor er Poitiers belagerte. Kugellöcher sind noch am Nordturm zu sehen. Die Türme dienten als Gefängnisse. Der Abt von Saint-Cyran war dort inhaftiert. Nach 1850 engagierte sich Graf Fruchard, der das Schloss gerade gekauft hatte, in einer architektonischen Renovierung sowohl des Schlosses als auch der Kirche, wobei er die Glasfenster und Fensterläden der Stiftskirche verwendete, die „demontiert“ worden waren. Der zentrale Teil wurde zwischen 1900 und 1905 wieder aufgebaut. Der Architekt war M. Ardion, der die Statue des Heiligen Michael und das Wappen der d'Amboise am Eingang wieder anbrachte. Das Schloss, die Nebengebäude und die Gräben wurden durch Erlass vom 9. Mai 1989 als historisches Denkmal klassifiziert, während die Gärten seit dem 21. August 1967 eingetragen sind.

Beschreibung+

Das gesamte Schloss ist im spätgotischen Stil mit Beginn der Renaissance gehalten; zwei Teile stammen aus dem 18. Jahrhundert, auf der Nord-Nordost- und der Süd-Südwestseite. Es bildet ein großes Rechteck, das vollständig von Gräben umgeben ist. Zwei der Türme sind intakt. Die Gräben folgen der Kontur der Ecktürme, was diesen viel Weite verleiht. Die Brücke über die Gräben war früher, nach zeitgenössischen Gravuren, ein einfacher Holzsteg, der als Zugbrücke diente. Die Tore ähneln denen des Schlosses von Chaumont-sur-Loire, wo Pierre d'Amboise aufgewachsen war. Im Inneren des Bergfrieds befinden sich schöne Steinkamine und eine Steintreppe.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Hervé Rebours

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 46.6996, 0.4286